Auf die Fineilspitze im Ötztal führt eine einfach Hochtour ohne nennenswerte Gletscherberührung. Dafür erfordert der teilweise ausgesetzte Nordostgrat alpine Erfahrung und Trittsicherheit. Bei Vereisung und/ oder Schnee kommen Pickel und Steigeisen zum Einsatz. Wenn der Grat komplett schneefrei ist, dann sind Kletterschwierigkeiten im II. Grad zu bewältigen. Wir erwischten perfekte Verhältnisse mit hart gefrorenem Firn.
Start bei der Martin-Busch-Hütte
Der Normalweg über den Nordostgrat beginnt bei der Martin-Busch-Hütte (2.501 m). Die schön gelegene Hütte der DAV Sektion Berlin erreicht man in gut 2 Stunden vom Bergsteigerdorf Vent im hinteren Ötztal. Von der Hütte führt der Weg zunächst in den hintersten Talgrund des Niedertales, bevor man an einer Wegkreuzung rechts abbiegt.
Über das Hauslabjoch zum Nordostgrat
Der Pfad führt vom Wegedreieck hinauf zum Hauslabjoch zwischen Hauslabkogel und Fineilspitze. Etwas südlich davon liegt die Ötzi-Fundstelle im Tisenjoch, die man entweder beim Aufstieg oder beim Abstieg besichtigen kann. Mehr als ein “Denkmal” gibt es allerdings nicht zu sehen.
Der Anstieg aus der Senke zum Joch führt schließlich über einen steilen Firnhang, bevor sich oben am Hauslabjoch (3.279 m) der Nordostgrat der Fineilspitze auftut.
Über den Nordostgrat zum Gipfel
Man quert vom Joch flach hinüber zur Schulter des Grates. Dabei überquert man vom angrenzenden Hochjochferner nur dessen Nährgebiet. Von der Gratschulter geht es in gut 30 Minuten über den Nordostgrat Gipfel. Die Schwierigkeiten sind dabei stark von den Verhältnissen abhängig. Grundsätzlich ist der Grat trotz seiner Luftigkeit nicht sehr schwierig.
Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg.
Gebirge: Ötztaler Alpen (Grenzkamm)
Talort: Vent, 1.895 m; Martin-Busch-Hütte, 2.501 m
Gipfel: Fineilspitze, 3.514 m
Höhendifferenz: 1.050 m (1.650 m ab Vent)
Dauer: ca. 6 Stunden reine Gehzeit
Bildergalerie Fineilspitze
Video Fineilspitze Nordostgrat Zustieg
Zustieg zum Nordostgrat der Feineilspitze im Ötztal und gleichzeitig letzter Einsatz der Kamera, weil aufgrund Kälte und Sturm der Akku den Dienst quittierte.








hallo marco,
tolle tour habt ihr gemacht. die finailspitze ist ein wunderschöner aussichtsberg. wir haben ihn vor zwei jahren von schnals aus bestiegen. heuer würden wir gerne auf den similaun.
ich wünsche dir noch tolle touren!
viele grüße